
Wie plant man DLP-Richtlinien und Governance für die Power Platform?
Direkte Antwort
Effektive Power-Platform-Governance beginnt mit Data-Loss-Prevention-Richtlinien (DLP), die festlegen, welche Datenkonnektoren miteinander kombiniert werden dürfen, um versehentlichen Datenabfluss zwischen unternehmensinternen und externen Diensten zu verhindern, kombiniert mit einer klaren Umgebungsstrategie (getrennte Umgebungen für Entwicklung, Test und Produktion) und definierten Verantwortlichkeiten dafür, wer neue Apps und Flows erstellen und veröffentlichen darf.
"Ohne DLP-Richtlinien kann eine gut gemeinte Power-Automate-Verknüpfung unternehmensinterne Daten unbemerkt an einen öffentlichen, nicht-unternehmenskonformen Dienst weiterleiten.
Die Power Platform senkt die Hürde für Fachabteilungen, eigene Apps und Automatisierungen zu bauen, drastisch — ohne Governance-Rahmen entsteht dabei schnell eine unkontrollierte Wildwuchs-Landschaft aus Apps mit unklaren Datenzugriffen.
DLP-Richtlinien gegen unbeabsichtigten Datenabfluss
DLP-Richtlinien in der Power Platform legen fest, welche Konnektoren (etwa SharePoint, ein interner Datenbankdienst) in derselben App oder demselben Flow mit welchen anderen Konnektoren (etwa einem öffentlichen Cloud-Speicherdienst) kombiniert werden dürfen.
Ohne diese Richtlinien kann eine Fachanwenderin versehentlich einen Flow bauen, der Unternehmensdaten an einen nicht-unternehmenskonformen externen Dienst weiterleitet, ohne bösen Willen, sondern einfach weil die technische Möglichkeit dazu ungehindert bestand.
Klare Umgebungsstrategie für Entwicklung, Test und Produktion
Eine durchdachte Governance-Strategie trennt Umgebungen für Entwicklung, Test und produktiven Einsatz, sodass neue Apps und Flows erst nach Testphase in eine produktive Umgebung mit echten Unternehmensdaten gelangen.
Ohne diese Trennung entwickeln Fachanwender:innen oft direkt in der produktiven Umgebung, was das Risiko erhöht, dass fehlerhafte oder unfertige Automatisierungen echte Geschäftsprozesse beeinträchtigen.
Definierte Verantwortlichkeiten für App-Erstellung und -Veröffentlichung
Governance sollte klar regeln, wer neue Apps und Flows erstellen darf, wer sie vor der Veröffentlichung prüft und wer im Fehlerfall zuständig ist — ohne diese Klarheit entstehen oft viele parallel gepflegte, ähnliche Apps ohne erkennbare Verantwortlichkeit.
Ein zentrales Center of Excellence, das Standards setzt und bei komplexeren Anforderungen unterstützt, kann diese Verantwortlichkeiten bündeln, ohne die grundsätzliche Geschwindigkeit der Fachabteilungs-Entwicklung zu stark zu bremsen.
Wann passt es — wann nicht?
Passt gut
- ✓Mehrere Fachabteilungen bauen bereits oder planen eigene Power-Platform-Apps mit Zugriff auf Unternehmensdaten
Passt nicht
- ✗Es gibt nur eine einzelne, isolierte App ohne Zugriff auf sensible Daten