KI Business & Führung
Was sollten alle Mitarbeitenden über KI wissen, unabhängig von ihrer Rolle?
Ein grundlegendes KI-Verständnis unterscheidet sich von rollenspezifischer Tool-Expertise — es geht um die Basis, die jede Person braucht, um KI-Tools sicher und sinnvoll zu nutzen, unabhängig davon, welches konkrete Tool sie einsetzt.
Nextise Wissen · · 5 Minuten Lesezeit
Direkte Antwort
Unabhängig von der konkreten Rolle sollten alle Mitarbeitenden drei Grundlagen verstehen — dass generative KI-Systeme überzeugend klingende, aber manchmal faktisch falsche Antworten liefern können (Halluzinationen), welche Arten von Unternehmensdaten aus Datenschutz- und Compliance-Gründen nicht in öffentliche KI-Tools eingegeben werden dürfen, und wie sich durch präzisere, kontextreichere Anfragen (Prompting) spürbar bessere Ergebnisse erzielen lassen.
Wer nicht weiß, dass eine KI-Antwort überzeugend klingen und trotzdem falsch sein kann, überprüft sie auch nicht — unabhängig davon, wie gut das verwendete Tool eigentlich ist.
Verständnis für Halluzinationen als Grundvoraussetzung
Generative KI-Systeme formulieren Antworten oft mit großer sprachlicher Sicherheit, auch wenn die zugrunde liegende Information falsch oder erfunden ist — dieses Phänomen wird als Halluzination bezeichnet und ist ein grundlegendes, technisch bedingtes Merkmal aktueller Sprachmodelle, kein gelegentlicher Fehler, der mit besseren Tools vollständig verschwindet.
Mitarbeitende, die dieses Grundprinzip verstehen, prüfen KI-Antworten bei wichtigen oder faktisch heiklen Fragen kritischer nach, statt sie unreflektiert zu übernehmen, nur weil sie überzeugend formuliert sind.
Klare Grenzen bei Unternehmensdaten kennen
Jede Person, die KI-Tools im Arbeitsalltag nutzt, sollte grundlegend verstehen, welche Datenkategorien nicht ungeprüft in öffentliche KI-Tools eingegeben werden dürfen, unabhängig davon, wie praktisch diese Eingabe für die jeweilige Aufgabe erscheint.
Dieses Grundverständnis verhindert, dass sensible Informationen versehentlich durch gut gemeinte, aber unbedachte Nutzung öffentlicher KI-Tools nach außen gelangen, ohne dass eine formale Richtlinie in jedem einzelnen Anwendungsfall aktiv konsultiert werden muss.
Grundlegendes Prompting für bessere Ergebnisse
Eine präzise, kontextreiche Anfrage liefert deutlich bessere Ergebnisse als eine vage, kurze Anfrage — dieses Grundprinzip gilt unabhängig vom konkret genutzten Tool und ist eine der am schnellsten erlernbaren, aber wirkungsvollsten Fähigkeiten im Umgang mit KI.
Ein grundlegendes Verständnis für sinnvolles Prompting reduziert Frustration bei Erstanwender:innen erheblich, die sonst nach einer ersten enttäuschenden, generischen Antwort die Nutzung insgesamt vorzeitig aufgeben.
Wann passt es — wann nicht?
Passt gut, wenn …
- Viele Mitarbeitende mit unterschiedlichen Rollen nutzen bereits oder werden bald KI-Tools im Arbeitsalltag nutzen
Ein anderer Ansatz ist nötig, wenn …
- Es gibt nur eine kleine Gruppe von KI-Fachexpert:innen mit bereits tiefem Verständnis
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Selina Schmid
Leiterin Kodschul

