KI in der Rechtsabteilung
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Wie unterstützt KI bei Contract Analysis und Due Diligence in der Rechtsabteilung?

Direkte Antwort

KI-gestützte Contract-Analysis-Tools können große Mengen an Verträgen schnell nach bestimmten Klauseln, Fristen oder Abweichungen von Standardformulierungen durchsuchen, was bei Due-Diligence-Prozessen mit hunderten zu prüfenden Dokumenten erheblich Zeit spart gegenüber manueller Einzelprüfung. Die abschließende rechtliche Bewertung, ob eine gefundene Klausel tatsächlich ein relevantes Risiko darstellt, bleibt Aufgabe der Juristinnen und Juristen, weil KI-Tools rechtlichen Kontext und Nuancen nicht vollständig erfassen.

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Ein KI-Tool kann in Minuten markieren, welche von tausend Verträgen eine ungewöhnliche Kündigungsklausel enthalten — ob diese Klausel tatsächlich ein Risiko darstellt, entscheidet weiterhin eine Juristin oder ein Jurist.

Bei Due-Diligence-Prozessen mit großen Dokumentenmengen liegt der größte Zeitaufwand oft im mechanischen Durchsuchen nach relevanten Stellen — genau hier setzen KI-Tools an, ohne die eigentliche juristische Bewertung zu übernehmen.

Schnelle Vorprüfung großer Dokumentenmengen

KI-Tools können hunderte oder tausende Verträge automatisch nach spezifischen Klauseltypen (Kündigungsfristen, Haftungsbeschränkungen, Change-of-Control-Klauseln) durchsuchen und relevante Fundstellen markieren, was bei Due-Diligence-Prozessen mit großem Dokumentenvolumen erhebliche Zeit spart.

Diese automatisierte Vorprüfung ersetzt nicht die juristische Prüfung selbst, sondern reduziert den Aufwand, überhaupt erst die relevanten Textstellen in einer großen Dokumentenmenge zu finden.

Erkennung von Abweichungen von Standardformulierungen

KI-Tools können erkennen, wenn eine Vertragsklausel von einer im Unternehmen etablierten Standardformulierung abweicht, was bei der Prüfung vieler ähnlicher Verträge (etwa Lieferantenverträge) hilft, gezielt auf die tatsächlich abweichenden, prüfungswürdigen Stellen zu fokussieren.

Diese Funktion ist besonders wertvoll bei umfangreichen Vertragsportfolios, in denen die meisten Verträge Standardformulierungen folgen und nur wenige tatsächlich individuelle Abweichungen enthalten, die genauere Prüfung erfordern.

Rechtliche Bewertung bleibt menschliche Kernaufgabe

KI-Tools erkennen Muster und Abweichungen, können aber nicht selbstständig beurteilen, ob eine gefundene Klausel im spezifischen rechtlichen und geschäftlichen Kontext tatsächlich ein relevantes Risiko darstellt — diese Bewertung erfordert juristisches Fachwissen und Verständnis des konkreten Geschäftskontexts.

Rechtsabteilungen sollten KI-Ergebnisse deshalb konsequent als priorisierte Arbeitsliste behandeln, nicht als abschließende rechtliche Einschätzung, die ohne weitere Prüfung übernommen werden kann.

Wann passt es — wann nicht?

Passt gut

  • Es gibt große Mengen an Verträgen oder Dokumenten, die auf bestimmte Klauseln oder Abweichungen geprüft werden müssen

Passt nicht

  • Es geht um eine einzelne, komplexe rechtliche Bewertung mit hohem Interpretationsspielraum