Databricks / Lakehouse
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Was unterscheidet Databricks von einem klassischen Data Warehouse?

Direkte Antwort

Ein klassisches Data Warehouse ist auf strukturierte, bereits transformierte Daten für analytische Abfragen optimiert. Databricks verfolgt mit dem Lakehouse-Ansatz die Kombination aus der Flexibilität eines Data Lakes (rohe, unstrukturierte und strukturierte Daten gemeinsam speichern) mit den Transaktions- und Struktureigenschaften eines Warehouses, was es zusätzlich für ML-Workloads und unstrukturierte Daten geeignet macht, die ein klassisches Warehouse nicht gut abdeckt.

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Ein klassisches Warehouse ist optimiert für die Frage "wie viele Bestellungen hatten wir letzten Monat". Ein Lakehouse ist zusätzlich dafür gebaut, ein ML-Modell auf denselben Rohdaten zu trainieren.

Die Grenze zwischen Data Lake, Data Warehouse und Lakehouse verschwimmt zunehmend — die praktische Frage ist, welche Workloads tatsächlich unterstützt werden müssen.

Klassisches Data Warehouse — Struktur und analytische Performance

Ein klassisches Data Warehouse (etwa Snowflake, BigQuery in seiner reinen Warehouse-Nutzung) erwartet strukturierte, bereits transformierte Daten und ist stark auf performante analytische SQL-Abfragen optimiert, mit ausgereiften Mechanismen für Zugriffskontrolle und Governance strukturierter Daten.

Für Unternehmen mit primär strukturierten Geschäftsdaten (Verkaufszahlen, Kundendaten) und klassischen BI-Anforderungen bietet ein Warehouse oft die einfachere, ausgereiftere Lösung ohne die zusätzliche Komplexität eines Lakehouse-Ansatzes.

Databricks-Lakehouse — Flexibilität für gemischte Workloads

Databricks speichert Daten in offenen Formaten (Delta Lake) direkt im Data Lake, ergänzt aber um Transaktionsgarantien, Schema-Durchsetzung und Versionierung, die klassische Data Lakes historisch nicht boten.

Das erlaubt es, dieselben zugrunde liegenden Daten sowohl für klassische SQL-Analysen als auch für ML-Training und Verarbeitung unstrukturierter Daten (Bilder, Logs, Text) zu nutzen, ohne separate Kopien in unterschiedlichen Systemen pflegen zu müssen.

Wann sich der Lakehouse-Ansatz besonders lohnt

Der Vorteil des Lakehouse-Ansatzes zeigt sich besonders, wenn dieselben Rohdaten sowohl für klassisches Reporting als auch für ML-Modelltraining benötigt werden, weil sonst redundante Datenpipelines für beide Zwecke gepflegt werden müssten.

Für Unternehmen ohne relevante ML-Workloads und mit überwiegend strukturierten Daten bietet ein klassisches Warehouse oft die pragmatischere Wahl, weil es weniger architektonische Komplexität mit sich bringt.

Wann passt es — wann nicht?

Passt gut

  • Dieselben Rohdaten werden sowohl für klassisches Reporting als auch für ML-Modelltraining benötigt

Passt nicht

  • Es gibt überwiegend strukturierte Geschäftsdaten ohne relevante ML-Workloads